Walmdach

Walmdach & Krüppelwalmdach – das Dach mit 4 Schrägen


Ein Walmdach hat vier Schrägseiten: Zwei davon treffen wie beim Satteldach aufeinander. An den (kürzeren) Giebelseiten des Hauses befinden sich ebenfalls zwei Schrägen, die Walm genannt werden. Die vier Schrägen laufen – anders als beim Zeltdach – nicht in einer Spitze zusammen. Es gibt einen Dachfirst, als eine obere Dachkante.

Beim klassischen Walmdach liegt die Traufe (Tropfkante) der vier Dachschrägen auf einer Höhe. Die Traufe ist die unterste Kante der Dachfläche, von der Wasser vom Dach heruntertropft. Oftmals ist auch die Neigung der vier Dachflächen gleich.

Beim Krüppelwalmdach liegen die Dinge etwas anders (siehe Bild unten). Die Traufe der Dachschrägen auf den beiden kürzeren Hausseiten liegt höher als die auf den längeren Hausseiten. Andere Bezeichnungen für das Krüppelwalmdach sind Schopfwalm- oder Halbwalmdach.

Dacheindeckung

Für die Dacheindeckung kommen verschiedenste Materialien in Frage. Welches häufig genutzt wird, ist auch regional unterschiedlich. So findet man in Küstenregionen öfters das Walmdach mit Schilfeindeckung, im Schwarzwald das Walmdach mit Schindeln. Auch die Eindeckung mit Dachziegeln ist eine Variante.


Vor- und Nachteile von Walm- und Krüppelwalmdach

Einige empfinden die Form beim Walmdach, die in Deutschland vielen Menschen im Vergleich zum Satteldach extravaganter erscheint, als Vorteil. Zudem gilt seine Konstruktion als tragfähiger im Vergleich zum Satteldach und dem Walmdach wird nachgesagt, Häuser besonders gut vor der Witterung zu schützen.

Für alle, die das Dachgeschoss als Wohnraum nutzen möchten, hat das Walmdach aber auch einen deutlichen Nachteil im Vergleich zu Dachformen wie dem Satteldach: Es reduziert die nutzbare Fläche im Dachgeschoss und erhöht die Zahl der Schrägen, was eventuell eine passende Möblierung erschwert. Dieser Nachteil ist beim Krüppelwalmdach weniger groß.

Weitere Vorteile:

  • höhere Lebensdauer: die Dreiecksverbindung der Sparren sorgt für eine hohe Stabilität

Nachteile:

  • die komplizierte Bauweise steigert die Anfälligkeit für Witterungsschäden

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