Pultdach

Pultdach – das Dach mit nur einer Fläche!


Ein Satteldach hat zwei einander zugeneigte Dachflächen. Ein Pultdach besitzt dagegen nur eins, das sich nach einer Seite hin wie die Tischplatte eines Pults neigt. Teils gibt es Wohnhäuser mit zwei Pultdächern, deren Dachfirste (oberster Dachpunkt) sich auf zwei unterschiedlichen Haushöhen befinden.

Die Neigung der Dachfläche beim Pultdach ist in der Regel eher gering, weshalb manche es auch als eine Art Flachdach mit Schräge beschreiben. Als Dacheindeckung kommen viele Materialien in Frage: Einerseits sind klassische Steildacheindeckungen wie Tondachziegel möglich, die bei einem Pultdach aber eher selten sind. Daneben eignen sich typische Flachdachoberflächen wie eine Kiesschicht oder eine Dachbegrünung.

Eigenschaften von Pultdächern

Insbesondere ein Pultdach mit geringer Neigung reduziert den Innenraum im Dachgeschoss meistens deutlich weniger als Dachformen wie Sattel- oder Walmdach. Zudem fließt aufs Pultdach auftreffendes Regenwasser nur nach einer Seite hin ab, was die Regenwassernutzung vereinfacht, da Wasser nicht auf zwei Hausseiten aufgefangen werden muss.

Diesen Vorteilen stehen beim Pultdach im Sommer eine oftmals verstärkte Hitze im Raum unter dem Dach sowie eine langsamere Trocknung der Dachfläche nach Regen als Nachteile gegenüber. Letzteres führt dazu, dass man beim Pultdach besonders auf einen Aufbau achten muss, der nicht von Wasser durchdrungen wird.


Vorteile:

  • durch die geraden Wände können normale Fenster eingebaut werden -> höherer Lichteinfall
  • preiswerter als ein klassisches Satteldach

Nachteile:

  • häufige Wartung
  • nicht empfohlen in schneereichen Regionen

Schieferornamente, Komplettdächer, Dachflächenfenster und vieles mehr?