Flachdach

Ein Flachdach bietet viel Platz für Erweiterungen


Was ist ein Flachdach? Es gibt keine einheitliche Definition des Flachdaches. Die Flachdachrichtlinie empfiehlt eine Dachneigung von mindestens 1,1° (Gefälle von mindestens zwei Prozent). Die DIN 18531 unterteilt Flachdächer in zwei Dachneigungsgruppen. Dachneigungsgruppe 1 weist eine Dachneigung von bis zu 3° (Gefälle von 5,2%) auf. Dachneigungsgruppe 2 entspricht einer Dachneigung von 3° bis 5° (8,8% Gefälle). Andere Definitionen sprechen bei einer Neigung von bis zu 20° von einem Flachdach und danach von einem Steildach, während andere Werke ab einer Neigung von 10° bis 20° von einem geneigtem Dach und ab 20° von einem Steildach ausgehen. Und damit es nicht zu übersichtlich wird, verwenden andere Quellen die Begriffe „geneigtes Dach“ und „Steildach“ synonym.

Für „nicht genutzte“ Flachdächer, das heißt, für ein Dach, auf dem weder der Aufenthalt von Personen oder dauerhafte Begrünung vorgesehen sind, ist in der DIN 18531 ein Minimalgefälle von 2% festgelegt. Bei genutzten Dächern, die auch über genutzten Räumen liegen, gibt es im Prinzip keine Regel, allerdings ist auch hier unbedingt eine sachgerechte Dachentwässerung zu beachten.


Vorteile: Ein Vorteil von einem Flachdach ist eben die geringe Dachneigung. Dadurch lassen sich vielfältige Möglichkeiten der zusätzlichen Dachflächennutzung denken: von einer Flachdachterrasse über einen Dachgarten hin zu einer Flachdachsolaranlage. Durch das geringe Gefälle sind Dacharbeiten leichter ausführbar, da das Gehen auf dem Flachdach leichter fällt als auf einem Steildach. Und im Vergleich zum Steildach ist das Gewicht der Dachhaut sehr gering. Außerdem ist es bei einem Flachdach leichter, den Gebäudegrundriss nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ein Flachdach sorgt auch für Abwechslung in der Raumbeleuchtung: eine Lichtkuppel leuchtet die darunter liegenden Räume individueller und vielseitiger aus als herkömmliche Dachwohnfenster.

Weitere Vorteile:

  • zusätzliche Dachflächennutzung (Terrasse, Dachgarten, Solaranlage)
  • flexible Grundrissgestaltung

Nachteile: Die Flachdachabdichtung: aufgrund der fast ebenen Fläche ist die Dacheindeckung anfälliger für Undichtigkeiten durch stehendes Wasser als ein Steildach. Schnee und Eis belastenzusätzlich die Tragkraft, was regelmäßige Wartung und Sichtprüfung notwendig macht. Insgesamt nehmen die Wartungsarbeiten bei einem Flachdach einen größeren Raum ein als bei einem Steildach.

  • aufwendige Abdichtung des Daches
  • häufige Wartungen

Aufbau von Flachdächern: kaltes & warmes Flachdach und das Umkehrdach

Prinzipiell ist der Aufbau eines Flachdaches einfach: auf der Tragkonstruktion aus Stahlbeton liegen die Wärmedämmung und die Dachhaut inklusive der Dacheindeckung des Flachdachesauf. Im Aufbau wird weiterhin zwischen dem Warm- oder Kaltdach unterschieden, teils ein- oder zweischaliges Dach genannt. Der Unterschied im Aufbau liegt in der Hinterlüftung. Das zweischalige oder Kaltdach entsteht dadurch, dass zwischen der Wärmedämmung und der Dachhaut ein belüfteter Dachraum entsteht. Im einschaligen Warmdach entfällt diese Hinterlüftung.

Prüfen Sie ein Flachdach regelmäßig auf undichte Stellen und Verschmutzungen

Noch stärker als im Steildach führt eine undichte Stelle zu Feuchtigkeitsschäden am Gebäude. Gerne überprüfen wir Ihr Flachdach bei bedenken.

Schieferornamente, Komplettdächer, Dachflächenfenster und vieles mehr?